Arbeitslosigkeit und Männer's Eintritt in weiblich dominierte Jobs

Trotz des Rückgangs vieler männlich dominierter Berufe haben Männer nur begrenzte Fortschritte beim Eintritt in weiblich dominierte Jobs gemacht. Anhand monatlicher Beschäftigungshistorien aus dem SIPP untersuchen wir, ob individuelle wirtschaftliche Rahmenbedingungen — wie z.B. eine Phase der Arbeitslosigkeit — damit verbunden sind, dass Männer anschließend einer frauendominierten Arbeit nachgehen. Insbesondere fragen wir, ob Männer nach Arbeitslosigkeit häufiger in von Frauen dominierte Berufe eintreten als Männer, die direkt aus der Beschäftigung einen neuen Job annehmen. Wir stellen fest, dass Arbeitslosigkeit die Wahrscheinlichkeit, dass Männer in eine von Frauen dominierte Arbeit eintreten, unter Männern, die einen Jobwechsel vornehmen, signifikant erhöht. Durch die Untersuchung von Veränderungen des beruflichen Prestiges sowie von Lohnunterschieden vor und nach der Arbeitslosigkeit stellen wir auch fest, dass der Eintritt in einen von Frauen dominierten Job (im Vergleich zu anderen Jobtypen) Männern helfen kann, häufige Narbeneffekte der Arbeitslosigkeit wie Lohnverluste und Herabstufungen des beruflichen Prestiges zu mildern. Dementsprechend zeigt diese Studie einen kritischen beruflichen Weg auf, der es Männern ermöglichen kann, nach unfreiwilliger Arbeitslosigkeit aufwärtsmobil zu bleiben.

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